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Clubes, aficionados y otras cosas del deporte

  • tobias191107
  • 9. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Feb.

 

Hola y bienvenidos zu meinem Spanien Reiseblog „Bailes, fiestas und Schule“.

Nach dem ersten Teil der Fußballreihe, geht es heute weiter mit dem zweiten Eintrag dazu. In diesem Teil werde ich über die Wichtigkeit von Fußball für die Fans und die Regionen schreiben.

 

 

Zu Beginn geht es um die Wichtigkeit des Fußballs für die Fans. Fast jeder oder jede hat einen Herzensklub, dem er oder sie folgt. Meist ist dieser Klub regional bedingt und eine lange Familientradition. Meist gibt es einen Klub, von dem die ganze Familie Fan ist und der über Generationen hinweg nicht ändert. Der Lieblingsklub meiner Gastfamilie war Atletico de Madrid, von dem alle, bis auf meinen Gastvater, große Fans waren.

 

La Rivalidad


Zwar gibt es eine große Auswahl an guten spanischen Mannschaften, die sich über das ganze Land verteilen, zwei stechen aber heraus. Real Madrid und der FC Barcelona sind die beiden größten Klubs Spaniens und wahrscheinlich, was Bekanntheitswerte betrifft, der ganzen Welt. Das lässt sich auch an den Fanzahlen erkennen. Jimmy Burns erwähnt in seinem Buch „La Roja- Die Geschichte des spanischen Fußballs, dass ca. 60% aller Spanier*innen, Real Madrid oder den FC Barcelona als Lieblingsklub haben. Auch auf Instagram liegen Real Madrid (178 Millionen Follower) und der FC Barcelona (144 Millionen Follower) klar vor dem nächstgrößeren spanischen Klub Atletico de Madrid (17 Millionen Follower). Aufgrund ihrer unterschiedlichen Vereinsphilosophien und Geschichte verbindet beide Klubs eine lange und harte Rivalität. Diese gipfelt jährlich in den Duellen der beiden Giganten, welche als „El Clásico“ bezeichnet werden und als die größten Spiele im Vereinsfußball gelten. Fast jeder große Fußballstar hat einmal in seinem Leben bei einem der beiden Klubs gespielt und trotzdem könnten die beiden Klubs gegensätzlicher kaum sein.

Screenshot 2026-02-09 155058.png Clasico
Screenshot 2026-02-09 155058.png Clasico

Real Madrid


Auf der einen Seite findet man Real Madrid, die aufgrund ihrer weißen Trikots und ihrer gehobenen Spielweise auch als „Die Königlichen“ bezeichnet werden. Während der Diktaturperiode von General Franco, wurden ihnen immer eine gewisse Nähe zum Regime nachgesagt, wobei dieser Ruf, laut Jimmy Burns, bis in die 90er Jahre anhielt. Während der erfolglosen Zeit der spanischen Nationalmannschaft, sprach man auch gern davon, dass das erfolgreiche Real Madrid die heimliche Nationalmannschaft sei. Real Madrid verkörpert die klassischen spanischen Werte und ist, im Gegensatz zum FC Barcelona, stolzer Teil Spaniens. Heute gelten die Madrilenen als der größte Klub der Welt und in den letzten Jahren wimmelte es in der spanischen Hauptstadt nur so von Fußballstars. Mit Beginn der 2000er Jahre startete in Madrid die Ära der „ Galacticos“ bei der man Stars wie David Beckham, Zinédine Zidane oder der Brasilianer Ronaldo verpflichtete. Zwar brachte das Konzept mehr mediale Aufmerksamkeit als große Titel, trotzdem verpflichtete man auch in den Folgejahren weitere Superstars. Viele, von Christiano Ronaldo über Karim Benzema und Gareth Bale bis hin zu Jude Bellingham und Kylian Mbappé trugen in den letzten Jahren das königlich weiße Trikot und durchaus mit Erfolg. In ihrer Historie wurden die Madrilenen 36-mal spanischer Meister und gewannen 15-mal die Champions League, so oft wie kein anderes Team.


Screenshot 2026-02-09 154928.png Real Madrid
Screenshot 2026-02-09 154928.png Real Madrid

 

FC Barcelona


Auf der Gegenseite findet man den FC Barcelona, der alleine wegen seiner geografischen Lage eine ganz andere Geschichte vorzuweisen hat. Wie im Blog „ Conflictos y problemas“ bereits erwähnt, kämpft die Region Katalonien für ihre Unabhängigkeit. Zentrum dieser Bewegung ist logischerweise Barcelona. Damit eng verbunden ist auch der Fußballklub der Stadt, welcher für viele Menschen, die Region repräsentiert. Während der Franco Diktatur und mit dem Verbot der Sprache Katalanisch, wurde der Verein auch immer wieder für politische Zwecke genutzt. Für viele galten Triumphe gegen Real Madrid als stille Revolution gegen das franquistische Regime und als Zeichen, dass man sich dem System nicht vollständig beugen würde. Nach wie vor repräsentiert der Klub die Region und seine Kultur. Die Klubhymne ist beispielsweise in Katalanisch und auch das Motto „Mes que un club“, auf Deutsch mehr als ein Verein zeigen das. Zwar kaufte auch der FC Barcelona in seiner Geschichte, den ein oder anderen Star wie Neymar jr, Ronaldinho oder Johann Cruyff ein, allerdings nie in dem Ausmaß wie Real Madrid. Grund dafür ist auch die gute Jugendarbeit mit der Akademie „ La Masia“, über die ich im letzten Blog bereits genauer geschrieben habe und aus der Jahr für Jahr neue Superstars kommen.  Auch dieser Weg führt zum Erfolg wie man beispielsweise an den 28 gewonnenen Spanischen Ligameisterschaften und an den fünf Champions League Titeln erkennen kann.


Screenshot 2026-02-09 154723.png FC Barcelona
Screenshot 2026-02-09 154723.png FC Barcelona

 

Los beneficios


Der spanische Vereinsfußball hat aber natürlich auch noch andere spannende Teams zu bieten. Viele Teams repräsentieren, wie der FC Barcelona, ihre Region. Vor allem bei den beiden großen baskischen Klubs Atletic Bilbao und Real Sociedad sind die lokalen Traditionen und Werte ganz fest im Verein verankert. In jeder der 17 autonomen Regionen Spaniens gibt es mindestens einen bis zwei größere Klubs, die in einer der ersten beiden Ligen spielen. Daraus folgt dass es viele regionale Derbys gibt, beispielsweise in Sevilla, Asturien, Galizien und Madrid. Für die Fans sind diese Partien die Highlights der Saison und dementsprechend groß ist auch der Ansturm auf Tickets.

                                                                 

Un precio alto

 

Tickets ist auch gleich der nächste Punkt, auf den ich eingehen will, genauer gesagt Ticketpreise. Diese sind in Spanien enorm hoch, vor allem für Derbys und Spitzenspiele ist es enorm schwierig halbwegs leistbare Tickets zu bekommen. Meine Gastfamilie und ich sahen uns das Ligaspiel zwischen Atletico de Madrid und Real Sociedad in Madrid an und bezahlten dafür 40 Euro pro Person. Hoch ist auch der Preis, den man zahlen muss, um sein Lieblingsteam im Fernsehen verfolgen zu können. Wie auch in Österreich (Sky) ist die Liga in Spanien nicht frei empfangbar und nur über den kostenpflichtigen Anbieter DAZN zu sehen. Einzig die Spiele deer „ Seleccion nacional“, also dem Nationalteam und einzelne Partien des spanischen Cupwettbewerbes „Copa del Rey“ sind im Free- TV zu sehen.

 

 

Tradiciones curiosas


Zum Abschluss des Fußballblogs möchte ich noch kurz über einige Gewohnheiten und Traditionen sprechen, die teils etwas kurios sind. Erstens gibt es in Spanien kaum Auswärtsfans, wie es in anderen europäischen Ligen beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Dadurch ist der ohnehin schon vorhandene Heimvorteil noch größer.

Zweitens sind Maskottchen in Spanien sehr wichtig. Jeder Verein hat ein Maskottchen welches zumeist ein Tier ist und einen speziellen Bezug zur Region. Das es aber nicht immer Tiere sein müssen zeigt der CD Leganés. Die Stadt Leganés liegt in der Nähe von Madrid und ist stark vom Gurkenanbau geprägt weshalb der Verein sich dazu entschied eine Gurke als sein Maskottchen zu nehmen.

 

Screenshot 2026-02-09 160711.png Maskottchen von Leganes
Screenshot 2026-02-09 160711.png Maskottchen von Leganes


Damit wäre ich für heute auch schon wieder am Ende. Ich hoffe ihr habt nun einen guten allgemeinen Eindruck wie die spanische Fußballkultur funktioniert. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr euch gerne wieder bei mir melden und ansonsten freue ich mich wenn ihr beim nächsten Eintrag sobre „ El deporte en general“ wieder mit dabei seid.

 

Hasta la proxima

 


 

 

 

 

 
 
 

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